Der perfekte Urlaub an der Côte d’Azur in Frankreich

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und die Sehnsucht nach Strand und Meer wächst ins Unerträgliche – es ist wieder Zeit für Sommerurlaub! Meine ersten Sommerurlaubstage habe ich in Südfrankreich an der Côte d’Azur verbracht und habe im folgenden Video Impressionen eingefangen, die zeigen warum die sogenannte French Riviera ein wunderschöner Ort zum Urlaub machen ist.

Da es nicht mein erster Besuch in Südfrankreich war, habe ich schon einige Erfahrungen sammeln und die Hotspots ausmachen können. Im Video seht ihr die gesammelten Impressionen und weiter unten die Auflistung der Orte mit entsprechenden Details:

Port Grimaud

Zusammen mit meiner Familie habe ich mich in den gemütlichen Ort Port Grimaud in eine Ferienwohnung von Pierre et Vacances nierdergelassen, einer der größten und schönsten Ferienanlagen in der Umgebung. Port Grimaud ist wenig bekannt, was daran liegt, dass die Kleinstadt sich zwischen den Hotspots St. Tropez und Nizza befindet und dadurch wenig Beachtung erntet. Das finde ich jedoch gar nicht problematisch, denn dadurch bleibt der Ort abslout bezahlbar und nicht überlaufen. Mit einem der schönsten Strände der Côte d’Azur und einem sehr bezaubernden Hafen, der ein wenig an Venedig erinnert, kann man hier eine wunderbare Zeit verbringen, ohne groß wegfahren zu müssen.

Der verwinkelte Hafen von Port Grimaud ist einen Augenweide
Der verwinkelte Hafen von Port Grimaud ist einen Augenweide

Wer ein Auto parat hat, sollte die wenigen Fahrminuten in Kauf nehmen, um die umliegenden Freizeitangebote zu nutzen. Allen voran das Tropical Mini-Golf ist ein Besuch wert. Eine sehr große Anlage mit zwei Parcours und vielen, vielen Dinosauriern machen die Mini-Golf Partie zu einem richtigen Erlebnis. Da spielt auch das Alter überhaupt keine Rolle.

Im Tropical Golf kommt immer Jurassic Park Feeling auf
Im Tropical Golf kommt immer Jurassic Park Feeling auf

Wer sich statt eines offenen Strands lieber nach gemütlicheren Lagunen sehnt, dem empfehle ich sehr den Nachbarort Cavalaire-sur-Mer. Keine 15 Minuten entfernt, gelangt man an unglaublich schöne Küstenbereiche, die auch wenig besucht sind. Zwischen hohen Klippen, kann man im perfekt temperierten Wasser baden, was das Zeug hält. Dass im Hintergrund die eine oder andere Luxus-Yacht mit feierlaunigen Hobby-Matrosen weilt, sollte an dieser Stelle wenig überraschen.

Unweit des Strands von Cavalaire-sur-mer sind Luxusyachten keine Seltenheit
Am Strand von Cavalaire-sur-Mer sind Luxusyachten keine Seltenheit

St. Tropez

Spätestens seit dem Sommerhit von St. Antoine aus dem Jahre 2011 dürfte die Hafenstadt St. Tropez jedem ein Begriff sein. Unweit von Cannes, wo jährlich die berühmten Filmfestspiele stattfinden, befindet sich das durchaus überschaubare St. Tropez – einer der Hotspots für die Yachten der Stars und Sternchen. Es gibt selten Monate, wo man nicht die Luxusschiffe von P. Diddy, Lewis Hamilton oder Paris Hilton antrifft. Zwar sind die VIPs oft nur wenige Tage oder Wochen da, die Boote stehen da aber meistens länger. Das ist natürlich immer ein Highlight für Touristen.

In St. Tropez reiht sich eine Mega-Yacht an die nächste
In St. Tropez reiht sich eine Mega-Yacht an die nächste

St. Tropez hat aber deutlich mehr zu bieten. Denn wenn man sich ins Stadtinnere bewegt, merkt man schnell, dass es bergauf geht. Kein Wunder, denn die Stadt ist an einen Hügel gebaut, an dessen Spitze die Citadelle de Saint-Tropez über den Hafen wacht. Die Citadelle ist eine Burg, wie es sie in vielen Hafenstädten gibt und hatte in früheren Jahrhunderten die Aufgabe, feindliche Schiffe frühstmöglich zu entdecken und im Zweifel die Stadt zu verteidigen. Heutzutage ist es ein maritimes Museum, dessen Besuch ich sehr ans kulturelle Herz legen kann, da man von hier die beste Aussicht auf St. Tropez hat.

Von der Citadelle hat man den besten Ausblick auf den Hafen von St. Tropez
Von der Citadelle de St. Tropez hat man den besten Ausblick auf den Hafen

Wer den Hügel wieder hinunter spaziert und weiter ins Stadtinnere geht, der kommt am Marktplatz vorbei, wo mehrmals pro Woche ein umfangreicher Markt stattdfindet. Von Essen über Klamotten bis hin zu Kunst kann man hier alles kaufen, was das Herz begehrt und das zu einem meist guten Preis. Apropos Preis: wer sich bei den heißen Temperaturen eine Erfrischung in Form von Eis oder Getränke gönnen möchte, der sollte einen prallgefüllten Gelbeutel dabei haben. Bei einer Kugel Eis sind schnell mal 4 bis 5 Euro weg, bei einem Wasser bis zu 10 Euro.

An frischem Essen mangelt es auf dem Wochenmarkt von St. Tropez nicht
An frischem Essen mangelt es auf dem Wochenmarkt von St. Tropez nicht

Nizza

Obwohl viele den Begriff Nizza neuerdings mit traurigen Schlagzeilen verbinden, könnte die Stadt nicht positiver rüberkommen. Die Stadt, die dank eines gesunden Mix aus Studenten und Rentnern aus allen Herrenländern nur so vor Lebensfreude strotzt, wird inoffiziell auch als das Miami Europas bezeichnet. Wer die Strandpromenade entlangeht wird auch verstehen warum: die von Palmen umegebene Promenade des Anglais lädt zu allen möglichen Strandaktivitäten ein, wenn auch der Strand selbst aus Kieselsteinen statt Sand besteht.

Die Promenade des Anglais ist das Highlight von Nizza
Die Promenade des Anglais ist das Highlight von Nizza

Wofür ich allerdings nach Nizza gefahren bin, war nicht der Strand, sondern die ewig lange Shopping-Straße, wo sich alle bekannten aber auch weniger bekannten Marken präsentieren. Die ganz großen Geschäfte wie H&M lassen es sich dann auch nicht nehmen, in einem imposanten Gebäude vertreten zu sein. So etwas sieht man tatsächlich selten. Wer also den einen oder anderen Euro zum Shoppen übrig hat, kommt hier voll auf seine Kosten.

Auch ein H
Auch ein H&M ist hier pompös vertreten

Alles in allem ist Nizza die Stadt, in der ich mir einen dauerhaften Wohnsitz am ehesten vorstellen könnte. Die Stadt ist einfach – Achtung Wortwitz – NICE!

Monaco

Wenn man es ganz genau nimmt, ist Monaco nicht Teil von Frankreich und ein eigenständiger Staat. Aber seien wir mal ehrlich, einen Staat, der aus einer einzelnen Stadt besteht, kann man doch nicht ernst nehmen?! Unabhängig von dieser Lächerlichkeit, weiß die protzige Stadt auf ganzer Linie zu überzeugen. Der Weg bis runter an den Hafen ist lang, kurvig, und anstrengend – doch sehr lohnenswert! Wie St. Tropez, ist Monaco an einem Hügel gebaut, der jedoch deutlich höher und steiler ist. Und nur dank eines ausgeklügelten Tunnelsystems, ist es überhaupt möglich durch die Stadt zu navigieren. Denn gefühlt jeder Zentimeter an Fläche ist bebaut und man erkennt einen Wettkampf, wer das höchste Gebäude errichten kann (und dem anderen die Sicht aufs Meer versperren kann).

In Monaco wird fleißig nach oben gebaut
In Monaco wird fleißig nach oben gebaut

Ist man erstmal unten im Hafen angekommen fühlt sich manch ein Rennsport-Enthusiast plötzlich an einem ihm bekannten Ort. Richtig! Man steht nämlich direkt auf der Formel-1-Rennstrecke, die jedes Jahr aufwendig präpariert wird. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich da war, war das Rennen schon seit einer Woche vorbei, allerdings die Straßenabsperrungen und Tribünen noch nicht abgebaut. So bekommt man einen ziemlich guten Überblick, wie die Strecke verläuft, und welch organisatorischer Aufwand dahinter steckt. Wer auf der Strecke unterwegs ist sollte trotzdem nicht in den Rennmodus umschalten – die Monegassen kennen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen kein Pardon und kassieren auch schon bei unter 10 km/h über dem Limit ab.

Die Rennstrecke des Grand-Prix von Monaco verläuft mitten durch die Stadt
Die Rennstrecke des Grand-Prix von Monaco verläuft mitten durch die Stadt

Das wahre Highlight von Monaco ist neben dem Hafen und dem Schloss, wo die königliche Familie um Prinz Albert residiert, das berühmt berüchtigte Casino von Monte-Carlo. Bekannt aus diversen Filmen, allen voran „James Bond – GoldenEye“, gehört das Casino zu den imposantesten und von Touristen meistbesuchten Casinos der Welt. Kein Wunder, denn das Casino ist ein wahrer Magnet für die ganz teuren und exklusiven Boliden der Schönen und Reichen. Ein Lamborghini, McLaren oder Bentley sind hier keine Seltenheit. Bei meinem diesjährigen Besuch habe ich mir den Gang ins Casino gespart, denn die Schlange für den für Touristen zugänglichen Teil war schlicht zu lang und die Motivation entsprechend gering. Außerdem sollte man eh besser mit Luxuskarosse und einem Koffer voll Geld einlaufen.

Das Casino von Monte Carlo ist ein Traum sowohl für Touris als auch für Reiche
Das Casino von Monte Carlo ist ein Traum sowohl für Touris als auch für die Reichen

Fazit

Manch einer wird sagen, dass ich als Franzose sowieso in das Land verliebt bin und nicht schlecht darüber schreiben kann. Das mag auf einer Seite stimmen, allerdings habe ich an der Côte d’Azur einen meiner schönsten und entspannendsten Urlaube seit langem verbracht. Durch die vielen größeren Orte wie St. Tropez oder Nizza, die mit dem Auto in weniger als einer Stunde zu erreichen sind, kommt Langeweile garantiert nicht auf. Aber allein auch das Flanieren im Hafen von Port Grimaud ist eine Reise an die Südküste Frankreichs wert. Wer also relativ spontan noch in den Urlaub will – ihr wisst wo ihr hin müsst!

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